9 Monate Tholen

"Mit dem eigenen Boot ist man erst fertig, wenn man es verkauft hat"!

Wie wahr. So ist uns aber wenigstens im Lockdown-Winter in NL nicht langweilig geworden. Wir haben viel gearbeitet, viel geschafft (nicht alles, ok!) und denken keinesfalls ans Verkaufen. Im Gegenteil: Jetzt scharren wir bereits mit den Hufen und freuen uns, wenn es endlich wieder losgeht. Und: Ende Juni kann endlich Laura zu uns an Bord kommen. Solange mussten wir warten. Bis kurz vor Schluss als Hochinzidenzgebiet ausgezeichnet, war eine physische Kontaktaufnahme mit "unserer Bayerin" wegen Quarantäneregeln tatsächlich nicht früher möglich. Aber: Was lange währt, wird endlich gut: Wir haben eine super schöne Zeit zusammen an Bord, statt einer Woche bleibt Laura fast 3 Wochen - eine zusätzliche Verzögerung unser Abfahrt, die wir in vollen Zügen genießen und jede gemeinsame Minute ausschöpfen.

Letzter Akt: Antifouling

Über Winter haben wir viele Veränderungen 

vorgenommen - kleine und große. Manches haben wir auch von unserer Liste streichen müssen, da zu umfangreich, zu aufwendig, zu teuer. Aber neben neuen Segeln ist nun endlich auch ein Gennaker an Bord, wir können unseren Boiler mit der Abwärme vom Motor heizen, haben eine Außendusche installiert, etliche Redundanzen und Sicherheitsfeatures eingebaut und unserem Motor ein Wellness-Paket direkt beim Hersteller verschafft. Gerade Letzteres lag uns sehr am Herzen. 

Die Außenarbeiten haben sich aufgrund des nicht enden wollenden und außergewöhnlich strengen Winters (mit zum Teil richtig Schnee und minus 15°C) ewig verzögert. Den Mast konnten wir erst im Mai (!) legen und gefroren haben wir dabei immer noch ausreichend. Bis Umiak für das neue Antifouling ausgekrahnt wird, ist es Juni. Aber jetzt ist der Sommer da! 

In den Startlöchern...

Die letzte Woche in Tholen, wir verabschiedeten uns mit kleinen "Corona-proofed" Einladungen an Bord von unseren niederländischen Freunden und treffen hier noch Bernd und Tina von der Festina Lente, die vom Ijsselmeer auf einen Besuch mit ihrem Boot nach Tholen gekommen sind. Das letzte Mal hatten wir uns in Martinique getroffen - am Ankerplatz St. Anne im Lockdown. Wir freuen uns riesig, dass ein Wiedersehen kurz vor unserer Abfahrt noch geklappt hat.

 

Das mit dem Sommer, war etwas übereilt formuliert. Dieser wird sich am Wochenende wieder verabschieden und die folgende Wetterlage gestaltet sich ziemlich instabil. Wir werden sehen, wie wir loskommen...