Banges Warten auf Dorian

Es ist kein Spaß!

Der Atlantik ist so warm, dass Dorian immer neue Kraft schöpft. Mit unendlicher Langsamkeit (5kn) nähert er sich Florida und eiert von dort mit unverminderter Stärke die Ostküste Richtung Norden hoch. Die bange Frage: Wann dreht er endlich in östliche Richtung? Wie weit kommt er noch nach Norden?

Die Gegend um Charleston - die alte Marktstraße wird total überschwemmt - erwischt es noch voll, Warnungen für South-Carolina, North-Carolina, Virginia...

Am Freitag im Laufe des Tages soll er auf unserer Höhe eintreffen. Wir hoffen alle, dass er bei Cap Hatteras abgeschwächt auf den Atlantik hinauswirbelt. Am Donnerstag Abend liegt eine unglaubliche Stille über dem Wasser. Es regt sich kein Lüftchen: die Ruhe vor dem Sturm.

Glück gehabt!

Wie vorausgesagt, dreht Dorian an Cap Hatteras ab und wird schwächer. Er zieht ziemlich knapp an uns vorbei, aber das reicht aus, um uns zu verschonen. Am Freitag bläst es zwar ordentlich, vor allem der Wasserstand steigt. Der Nachbarsteg verschwindet zwischenzeitlich in den Fluten und beim Nachbarn reißen einige Stegklampen raus. Umiak liegt aber relativ ruhig in ihren vielen Leinen und auch das gefürchtete Ineinanderverhaken der Masten benachbarter Boote durch die Bewegungen des aufgewühlten Wassers bleibt aus. 

Wir sind froh, dass alles so ruhig geblieben ist und wir morgen entspannt von Deltaville Richtung New York fahren zu können. 

Leider macht Dorian auf seiner weiteren Reise noch weiter und triff auf Halifax! Erst danach löst er sich langsam auf und verschwindet von der Wetterkarte.