Leben (?) und Arbeiten an Bord

Die zunächst angedachten Teichfolienfarbe aus Deutschland kommen zu lassen, hat sich als endlose Odyssee durch die amerikanischen Zollvorschriften erwiesen. Wolfgang versucht zwar unermüdlich, einen Weg zu finden, aber die Tatsache, dass es sich bei dieser Farbe um Gefahrgut handelt, macht die Sache nicht gerade leichter. Durch Zufall geraten wir bei International (Akzo Nobel) an einen Berater, der früher mal bei der Firma Carboline gearbeitet hat und sich an ein Produkt erinnert, dass unseren Anforderungen entsprechen könnte. Bei Carboline finden wir dann eine komplett andere Lösung.

Wir erhalten dort einen Primer, der so ziemlich auf allen Materialien hält. Streichen diesen in zwei dicken Schichten und freuen uns riesig, dass unsere Tanks jetzt schon mal richtig schön silbrig glänzen. 

Dann streichen wir einen zweite Farbe auf Epoxy-Basis, die für Trinkwassertanks geeignet ist. Wiederum in zwei Schichten. Schön weiß. Sieht einfach klasse aus...und extra für Trinkwassertanks zugelassen!!

 

 

 

Wir können kaum glauben, dass diese Geschichte nun zu einem guten Ende gekommen ist. Lang hat es gedauert und viel Arbeit gekostet. Bei dieser Hitze hier in und an den engen Tanks zu arbeiten, ist wirklich schweißtreibend. Um die Lösungsmitteldämpfe zu vertreiben, haben wir zwei große Ventilatoren aufgestellt und die Bordfenster abgeklebt. Auf unserem Schiff schaut es aus wie in einem Chemielabor.

 

Und das Chaos nimmt langsam überhand, da parallel auch noch der Einbau vom Generator erfolgt. Wir haben kaum mehr Geschirr im Schrank, da fast alle Tassen und Schüsseln für vorübergehende Aufbewahrung von Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben, Dichtungen, 

Schlauchschellen und ähnliches benötigt wird.

 

Aber es hat sich gelohnt. Endlich verfügen wir über saubere, reine Trinkwasser-geeignete Tanks, aus denen wir guten Gewissens unser klares Wassermacher-Wasser trinken können.