Gegen Strom und Wind in die Chesapeake Bay

In der Nacht von Sonntag auf Montag kommen wir an der Chesapeake Bridge an. Vorher müssen wir das Verkehrstrennungsgebiet kreuzen. Da wir nur wenig Wind haben, fahren wir unter Motor. Ganz plötzlich kommt Wind auf: von 0 auf 25 kn, Vorwarnung gab es in der Dunkelheit keine. Wir bergen gerade die Segel, als unsere Freunde von der Balu, die uns einige Meilen voraus sind, per Funk durchgeben, sie hatten eben eine Front mit 30 kn Wind. Das Gespräch wird kurz, wir haben echt Handlungsbedarf, sind aber mit ca. 25 kn Windgeschwindigkeit richtig gut weg gekommen. Der Spuk ist ziemlich schnell vorüber. Und wir müssen weiter motoren.

 

Am nächsten Morgen nimmt der Wind dann endlich wieder etwas zu, leider kommt er aus der falschen Richtung... Wir kämpfen uns mit 1,5 bis 3 kn Fahrtgeschwindigkeit mühsam gegen Strom und Wind Richtung Deltaville. Es dauert dementsprechend lange. Erst Nachmittags kommen wir in Deltaville an und gehen vor der Fishing Bay Marina vor Anker. Ein tolles Plätzchen: wunderschön und absolute Ruhe. Hier werden wir die nächste Zeit verbringen, um am Boot zu arbeiten.

Ein lauschiges Plätzchen für Antifouling

Hier liegen wir wie in Abraham´s Schoß, um unser Unterwasserschiff wieder flott zu kriegen. Nach eineinhalb Jahren im Wasser ist ein neues Antifouling dringend nötig. Abgesehen von den Temperaturen (bis fast 40° Grad) sind die Bedingungen hier klasse. Dank des großen Travellifts gelangt Umiak sicher an Land. Die Leute von der Werft sind nicht nur wahnsinnig nett und hilfsbereit, sondern auch wirklich kompetent, und im nahe gelegenen Deltaville bekommen wir alles, was wir für das Antifouling brauchen. Die Tage sind anstrengend und vor allem staubintensiv. Der letzte Akt: das Streichen mit Antifouling-Farbe ist da fast schon ein Vergnügen. Fast...

Wir sind froh, als wir nach knapp einer Woche wieder ins Wasser gesetzt werden.

Finale Vorbereitungen für unseren langersehnten Besuch aus Deutschland

Am Dienstag schwimmt Umiak wieder und wir legen uns noch am Abend wieder raus in die Bucht vor Anker. Wir genießen die herrliche Ruhe und sind froh, dass diese Arbeit nun schon mal hinter uns liegt.

 

Noch ein paar Tage werden wir hier bleiben. Dann ziehen wir weiter Richtung Annapolis. Am 15.6. kommen Dorolis und Guido - wir freuen uns riesig, und nach unserem "Großputz" ist unser Boot jetzt auch wieder vorzeigbar. Es gelingt uns sogar, unsere Gasflaschen hier auffüllen zu lassen. Außerdem haben wir bis unter das Dach Wein gebunkert... es ist also alles vorbereitet!!