Grenada - Karibik pur

Schon voll?

Bei der Anfahrt zur Prickeln Bay, Grenada, sieht es für uns Karibik-Novizen so aus, als gäbe es in dieser Bucht keinen Platz mehr. Vor allem nach unseren Robinson-Cruso-Erfahrungen aus Tobago. Aber der Anblick täuscht zum Glück und wir finden einen perfekten Platz mit viel Sonne, türkisem Wasser und frischer Brise - Karibik pur.

Nicht weit von Dingi-Anleger gibt es Cocktails in einer Bar....alles perfekt. Die Tatsache, dass sich in Dingi-Reichweite ein "Budget Marine", die karibische Variante von AWN Segelausstatter, befindet, beunruhigt mich in Anbetracht unseres Geldbeutels ein wenig. Ansgar streckt schon seine Fühler aus...

Von der Prickeln Bay aus werden wir mit den öffentlichen Bussen die Insel erkunden und zusehen, dass wir zumindest in Hauptstadt St. George Proviant kriegen. Hier in der Prickeln Bay gibt es außer einem Mini-Markt praktisch keine weiteren Versorgungsmöglichkeiten.

St. Georges - schönste Stadt der Karibik

Stimmt, die Carenage von St. Georges ist überaus malerisch. Wir schlendern am Wasser entlang und lassen die Kulisse auf uns wirken. St. Georges ist Trubel, pulsierendes Leben, viele Geschäfte, die oft nur aus einem Hocker und einem Sonnenschirm oder einem Einkaufswagen bestehen, laute Musik (wir sind schließlich im Land des Reggae´s), bunte Märkte und überall der Geruch der vielen Kräuter und Gewürze, die hier auf Grenada angebaut werden. Es duftet überall herrlich. Und man bekommt fantastische Schokolade aus Grenada-Kakaobohnen. Die dunkle Schokolade, die bei uns in Deutschland keiner mag, schmeckt hier so richtig gut!! Und, da es heißt, dass die auch gesund ist für Herz und Kreislauf, schlagen wir zu....

Ansgar wagt den großen Schnitt

Wir haben einen Friseur gefunden! Ok, es dauerte ein bisschen, bis wir den Eingang in den kleinen Raum entdeckt haben. Über einen Hinterhof ging es in ein kleines Hüttchen. Drinnen lag ganz entspannt ein "Rastafari", der auch bei unserem Eintreten erstmal keine Anstalten machte, sich aus seiner Schlafposition vor dem Ventilator zu erheben. Er tat es dann doch und legte sich volle Kante ins Zeug. Der Arme hat ganz schön geschwitzt: Die Haarqualität war er wohl nicht gewohnt. Aber er hat sich richtig viel Mühe gegeben, musste sich zwischendurch immer wieder den Schweiß mit einem Handtuch trocknen und war letztlich voll erfolgreich. Er war sichtlich glücklich! Ansgar hat einen neuen Freund!!!

 

So geht's doch auch!!

Ich weiß gar nicht, was der Captain immer hat. Hier fahren ganz andere Dingis rum (siehe Foto), da ist unseres mit dem 2,3-PS-Motor echt noch der Renner. Aber nach jahrzehntelanger Sales-Tätigkeit argumentiert mich Ansgar in Grund und Boden: Ein neuer Außenborder muss her: 9,8 PS - dabei dachte ich, wir haben es jetzt nicht mehr so eilig.

Nun gut, also wir haben aufgerüstet, Captain ist überglücklich, wir preschen jetzt durch die Buchten.

Bekanntschaft mit Colin

Bei einer Bustour über die Insel Grenada spricht uns Colin an. Er überschwemmt uns mit Menschenfreundlichkeit. So etwas haben wir noch nie erlebt. Er beteuert immer wieder, wie sich hier alle freuen, dass wir (also die Touristen) da sind und wir alle herzlich willkommen sind. So fühlen wir uns ganz ehrlich auch. Und: Er bedankt sich für die großartige Hilfe, die Grenada nach dem Hurrikan 2004 aus aller Welt und damit auch aus Deutschland zuteil geworden ist. Gibt es so was?!! Wir quatschen noch ein bisschen mit ihm. Nur die Sache, dass auch die Haie hier uns liebevoll umarmen würden, mag Ansgar nicht so ganz glauben....

Geburtstag unter Palmen und dann geht es auch schon weiter...

Nicht die schlechteste Location, um zu feiern. Wir genießen die Tage hier sehr, haben viel Kontakt mit anderen Seglern und machen uns dann auf nach Carriacou, das nächste Paradies...