Lanzarote, Kanarische Inseln

Lanzarote begeistert durch seine Natur und Cesar Manrique, der hier an jeder Ecke seinen Einfluss gelten gemacht hat. Dadurch ist die Insel von größeren Bausünden verschont geblieben. Alle Bauwerke scheinen behutsam den natürlichen Gegebenheiten der Insel angepasst zu sein. Während fast überall die Häuser in weiß und grün gehalten sind, wartet das Hafenzentrum in Arrecife mit seinen Bars und Restaurants rund um den alten Fischerhafen mit einheitlich blauen Verzierungen an den weißen Häusern auf.

Hier noch einmal ein Blick auf unsere Lieblingsinsel Graciosa...Die Insel liegt nordwestlich von Lanzarote. Ankern darf man nur noch in der Bucht Francesa, angeblich nur mit vorheriger Anmeldung per E-Mail. Wir hatten auf unsere Anfrage allerdings nie eine Antwort bekommen. So ankerten wir ohne Genehmigung, gestört hat sich niemand daran. Der nahe gelegene einzige Hafen der Insel  "LA Sociedad" ist mit dem Dinghy  leicht zu erreichen. Das kleine Städtchen zeichnet sich durch unbefestigte Straßen, d.h. Sandpisten aus. Fahrerlaubnis haben nur die Bewohner von Graciosa. Es wimmelt nur so von Landrover Defender - man könnte glatt neidisch werden.

Um Lanzarote zu erkunden, mieten wir uns am Flughafen ein Auto. Und wie kommen wir dahin: Mit unseren Fahrrädern natürlich! Klapp klapp und los geht's. Was wir nicht bedacht haben: So ein Flughafen ist sehr gut aus der Luft erreichbar, auch ganz passabel mit Bus oder Auto. Zu Fuß oder mit Fahrrad ist allerdings eine Herausforderung. Wir irren eine ganze Weile umher, bis wir am Ziel sind. Zurück werden wir zumindest ein Stück weit mit dem Bus fahren.

Was wir uns auf Lanzarote ansehen: Das Wohnhaus von Cesar Manrique, in dem jetzt seine Stiftung und das Museum untergebracht sind. Ein wunderbar friedvoller Ort, man könnte dort unendlich in einer der gemütlichen Ecken verweilen. Aber weiter geht's zum Monumento al Campesino von Manrique, vorbei am Jardin des Cactus (von Manrique), durch Haria, einer Stadt mit ganz vielen Palmen, in der Manrique seine letzten Jahre verbracht hat und dort auch beerdigt ist. Als wir am Mirador del Rio, ein Aussichtspunkt von  ? (eh ja genau, Cesar Manrique),  ankommen wird es gerade dämmrig und es erwartet uns eine tolle Kulisse mit Blick auf Graciosa. Nach Hause geht es dann noch vorbei an den Lavagrotten Jameos des Agua, die mit Bars, Pools und Restaurants spektakulär ausgestattet sind (falls jemand fragt: von Manrique). Manrique hat also hier überall seinen Einfluss gelten gemacht, kaum ein Kreisel der nicht mit einer Skulptur von ihm geschmückt ist. Welch ein Glück für die Insel!!! Die Natur und die Menschen mit all ihren Gebäuden, Straßen, Wohnhäusern etc. fügen sich dank ihm tatsächlich zu einem gelungen harmonischen Ganzen. In der Hauptstadt Arrecife ragt nur ein einziges Hotel über die Dächer der Stadt hinaus... 

 

Die Landschaft von Lanzarote ist großartig, die Feuerberge sind einmalig. Mit dem Auto fahren wir durch den Nationalpark Timanfaya bis zum Ausflugspunkt Isolde de Hilario. Von dort geht es mit einer geführten Bustour durch die spektakuläre Vulkanlandschaft Lanzarotes. Nach ca. 45 Minuten kommt man wieder am Ausgangspunkt an und wird von den freundlichen und gut gelaunten Guides noch mit ein paar Vorführungen zu den Temperaturen im Inneren der Feuerberge verwöhnt: trockene Zweige, die nur durch die Felswärme entzündet werden, Wasser, das in Röhren gekippt spontan als Dampf wieder herausschießt, und Hähnchen, die kein Feuer benötigen, um auf dem Grill gar zu werden. Am Ende der Tour überrascht uns ein Regenschauer und es wird sofort ungemütlich kalt. Wir flüchten in das nahe gelegene Restaurant. Klasse: mit Fußbodenheizung für unsere kalten Füße - so was hätte ich an Bord auch gerne!! Das Restaurantgebäude und die Nebengebäude inklusive Toiletten sind sehenswert! Auch hier hat Manrique gewirkt!. Der Tag hierher war ein toller Ausflug!