Galizien

A Coruna ist eine tolle Stadt!

Eigentlich hatten wir uns von A Coruna gar nichts besonderes erwartet, sondern die Stadt erst einmal nur als Ankunftspunkt nach der Biskaya gesehen. Aber die Stadt gefällt uns ausnehmend gut: eine ehrwürdige alte spanische Stadt mit lebhaftem Nachtleben, vielen Geschäften, Bars und Restaurants und einer ausgedehnten Tappas-Kultur, die wir sehr schätzen!

Von unserem Liegeplatz in der Marina Coruna haben wir einen wunderschönen Blick auf das Capello San Anton (nebenstehendes Foto) und ziehen von hier ausgiebig durch die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört für Ansgar auch ein ausgedehnter Besuch bei Decathlon - endlich mal wieder shoppen :)

Ein Highlight ist zweifellos der "Torre de Hercule", der älteste noch in Betrieb befindliche Leuchtturm noch aus der Römerzeit, mit Museum im Erdgeschoss und spektakulärem Ausblick vom Turm.

Von A Coruna aus fahren wir noch einige Ankerbuchten in der Nähe an. Für uns zeichnet sich unsere Anker immer mehr zum absoluten Stressteil ab. Ankern gelingt nur manchmal und dann erst nach etlichen Anläufen. Wir rätseln noch, ob wir was falsch machen? Als unsere neugelieferten Lopolights ankommen und eingebaut sind, ziehen wir weiter...

Vorbei an der Costa del Morte

An der Westküste von Galizien fahren wir als erstes Camarinas an, eine kleine Marina mit sehr kleinem Ort. Wir machen hier nette Bekanntschaften und verbringen daher zwei schöne Tage hier. Die Location selbst ist nicht weiter aufregend. 

Am Cap Finsterer vorbei führt unser nächstes Ziel uns nach Muros, in der Ensenada da San Francesco liegen wir vor Anker und werden von heftigem Schwell durchgeschüttelt - ein unglaubliches Gewackel, hinzukommt heftiger Wind, obwohl Flaute gemeldet. Aber der Anker hält diesmal, wer weiß, wo er sich wieder mal verfangen hat....

 

Ria de Vigo

Nach einer gemütlichen Tagesreise biegen wir in die Ria de Vigo ein und ankern zunächst in der Ensenada di Barra. Dort staunen wir über den hier aus dem Nichts entstehenden Nebel. Eben noch unter strahlend blauem Himmel sitzt man wenig später in dichtem Dunst und kann kaum die Hand vor Augen sehen. Unglaublich - gut, dass wir schon festgemacht haben...

Nach ein paar Tagen in dieser schönen Bucht zieht es uns weiter Richtung Vigo.

Wieder dichtester Nebel, daher steuern wir zunächst das Vigo gegenüberliegende Ufer an: Cangas. Der Wind ist hier aber so heftig und steht so ungünstig, dass wir uns trotz Nebel nach Vigo aufmachen. Glücklicherweise lichtet sich dieser, je näher wir dem anderen Ufer kommen...

Vigo: italienisches Eis und holländische Freunde

Die spanischen Städte gefallen uns einfach, so auch Vigo. Ein Spaziergang durch die Altstadt ist wunderschön, die Pausen in den Bars, meist mit Livemusik, sind es auch. Große Schlangen bilden sich vor einer Eisdiele: feinstes italienisches Eis in Spanien...

Die spanischen Tavernen sind aber auch Spitze. Hier sprechen wir einen einsamen jungen Mann am Nebentisch an, der so überhaupt gar nicht spanisch aussieht. Es wird ein interessanter Abend mit ihm: Ein Isländer, Geschäftsführer eine Thun-Fabrik hier in Vigo, der uns über die Drogenprobleme in dieser Region im Allgemeinen und in der Fischindustrie im Besonderen aufklärt. Sehr spannend. Wir können jetzt verstehen, warum die spanische und  auch die portugiesische Polizei ankommende Boote zu so streng überprüfen. Die durch die vielen Rias zerklüftete Region ist für Drogenschmuggler optimales Gebiet und für die Polizei einfach schwer zu kontrollieren.

 

Holland nebenan

Gleich am ersten Abend sehen wir zwei Liegeplätze neben uns einen wohlgekannten Anblick: Die Chiringuito aus Tholen! Was ist die Welt klein! Vor Kurzem haben wir uns am Steg in Tholen noch zugewunken, jetzt treffen wir uns in Vigo! Wir werden etliche nette Abende miteinander verbringen, bis wir uns das letzte Mal in Cascais (nahe Lissabon) treffen. Dann trennen sich unsere Wege. Werner und Evi biegen "unten rechts" ab, Richtung Mittelmeer... Gute Fahrt, Ihr Beiden!